Seminar osteopathische Körperarbeit

Für Pferde und Reiter in Balance

Grundlagen Anatomie am Pferd in Theorie und Praxis

Beobachtungsprotokoll für alle teilnehmenden Pferde

Arbeit mit den Balance Pads und den Körperbandagen

Lösende Übungen für vor oder während des Trainings

Entspannung und Stressabbau als cool down oder einfach für Zwischendurch

Zeit für Fragen und gemeinsame Diskussionen

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Meine Seminare sind deutschlandweit buchbar.

Bitte kontaktieren Sie mich für Anfragen unter info@lina-Peuckert.de

Pferdefutter: Luzerne oder Esparsette?

heißer Tipp für leckere Futterergänzung: Luzernecobs oder Esparsette – Wo ist da der Unterschied?

Simone Meyer vom Semhof erklärt die Unterschiede:

„Bei der Esparsette handelt es sich ebenso wie bei der Luzerne um eine alte Kulturpflanze. Sie hat jedoch einen höheren Tanningehalt und ist von der Einweißzusammensetzung her interessanter (hat 50 % mehr Lysin). Allerdings ist ihr Gesamteiweiß nicht ganz so hoch wie bei der Luzerne (außer Luzerne Medium – die hat zum Beispiel weniger). Was das Kalzium/Phosphor-Verhältnis angeht haben Sie mit der Esparsette denke ich allerdings keine Vorteile. Die Esparsette zeigt Ihre Wirkung vor allem im Bereich der Verdauung und des Stoffwechsels. Da ist sie richtig gut. Sie wirkt außerdem anthelmintisch und wurmtreibend, pflegt den Darm und baut auf. Eine Wohltat für den Darm! Die meisten machen mit der Esparsette einige Male im Jahr eine Kur mit einigen 100 g über 2-3 Wochen jeweils.

Vielen Kunden füttern zur normalen Heuration wenn diese zu niedrig ausfällt vorwiegend Heucobs, Wiesencobs oder Luzernepellets dazu. Manche mischen sich auch selbst etwas zusammen. Man kann auf diese Weise schon die Nährstoffdefizite der mangelnden Heu- und Grasfütterung ausgleichen. Einige Pferdeställe sind sogar dringend darauf angewiesen, da sonst das Heu nicht reicht.“

Vielen Dank Frau Meyer für die nette Beratung und die guten Tipps!

Wer sich nicht sicher ist, was er seinem Pferd am besten füttern sollte, kann sich direkt beim Semhof beraten lassen.

http://www.sem-hof.de/ | auch bei Facebook zu finden!

OSTEOPATHIE: das „Knochenleiden“

OSTEOPATHIE – wenn man in ein medizinisches Lehrbuch schaut, lautet die Definition: „osteo“ von Knochen und „pathos“ das Leiden, also „Knochenleiden“.

Doch es steckt so viel mehr dahinter. Der Mensch und auch die Tiere bestehen nicht nur aus „Haut und Knochen“. ;p

Alles im Körper ist miteinander verbunden. Die Strukturen und Funktionen der einzelnen Organe sind untrennbar miteinander verflochten und beeinflussen sich gegenseitig. Daher sagt man auch:

form follows function – Form folgt der Funktionsweise.

Ein wichtiger Aspekt, der in der parietalen Osteopathie häufig nicht bedacht wird, jedoch aktuell durch die populäre Faszienthematik wieder in den Vordergrund rückt, sind somatische Dysfunktionen. Das bedeutet, Einschränkungen & Läsionen im Stoffwechsel durch Fehlstellungen im Skelettsystem.

Eine Störung durch Kompression der „Versorgungs-Leitungen“, wie Nerven und Gefäße, führt zwangsläufig zu einer Unterversorgung der betroffnenen Region. Es entsteht ein Mangel an Nährstoffen und auch die Abfuhr von Abfallstoffen ist eingeschränkt. Dadurch können Krankheiten entstehen.

Eine Korrektur einer Fehlstellung, insbesondere im Bereich der Wirbelsäule, wo aus dem Rückenmark alle Nervenplexi entspringen, die unseren Körper versorgen, wirkt manchmal „Wunder“. Es kommt zu einer Harmonisierung der Körperflüssigkeiten und damit zum besseren Abtransport von Abfallstoffen, Keimen usw. in der entsprechenden Körperregion. Der Zellstoffwechsel funktioniert besser und es können sich Ödeme oder andere Auffäligkeiten unter der Haut zurückbilden.

Eines meiner Kundenpferde hatte einige „Knubbel“ vorne auf der Brust. Die Haut war unversehrt. Nach einer osteopathischen Behandlung der Thoraxapertur bildete sich das verhärtete Gewebe innerhalb einiger Tage zurück. Das war ein angenehmer Nebeneffekt der Behandlung der Thoraxapertur und des gesamten Wirbelsäulenbereichs.

I love it <3

Traumaarbeit & Behandlung mit „Amigo“, rumän. Sportpferd 14 Jahre

Eine Woche nach dem Workshop „Visionäre Pferdeosteopathie“ mit Selina Dörling, bei dem sich für mich viele Einzelteile der Osteopathie zu einem Gesamtbild zusammengefügt haben, bekomme ich den Parade-Patienten für die Trauma-Behandlung. Ein 14jähriges Sportpferd, aufgewachsen in Rumänien, mit 5 Jahren spät gelegt und ein riesiges Brandzeichen mitten auf dem Rücken. Autsch! Seit Oktober 2017 ist das Pferd bei seiner neuen Besitzerin. Aktueller Stand: Das Nervenkostüm des Pferdes ist ziemlich dünn, es wird auf Magengeschwüre behandelt und es verhält sich extrem ungeduldig, steigt und geht durch.

Vorbericht der Besitzerin: „Als Amigo am 2. Oktober 2017 in meinen Besitz kam war ich der glücklichste Mensch, der Traum vom eigenen Pferd wurde für mich nach 19 Jahren war. Leider merkte ich nach ein paar Monaten dass er mich nicht ernst nahm und so fing er an mich umzugallopieren und anzusteigen.
Viele in meinem Umfeld meinten damals zu mir, gib dieses Pferd her, denn er sei gemeingefährlich. Für mich war klar ich werde kämpfen und ihn nicht einfach so gehen lassen. Schnell wurde mir bewusst ich benötige dringend professionelle Hilfe, denn zu diesem Zeitpunkt war die Arbeit mit Amigo für mich lebensgefährlich.
Ich habe lange gesucht, doch die Suche hatte sich gelohnt und ich traf auf die Pferdetrainerin Anne Hartwig. Sie hat Amigo gezeigt dass es auch reiten am ‚langen Zügel‘ oder bodenarbeit gibt. Amigo ist mittlerweile ein absolutes Traumpferd!
Mit viel Geduld, Disziplin, Leidenschaft, Liebe und doch auch manchmal ein paar Tränen haben wir es geschafft!“

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Visionäre Pferdeosteopathie mit Selina Dörling

Vielen, vielen Dank an Selina Dörling und an alle Menschen & Tiere, die dieses Wochenende an diesem wunderbaren Workshop „Visionäre Pferdeosteopathie“ im ELi – Therapiezentrum im Dresdener Umland teilgenommen und mitgewirkt haben.

Gemäß dem philosophischen Grundgedanken der Osteopathie „Der Natur bis ans Ende vertrauen!“ (Andrew Taylor Still), haben wir uns mit all unseren Sinnen auf die Suche nach biodynamischen Heilungswegen begeben.

Wie in der Ausschreibung angekündigt, begann „eine Forschungsreise durch den Körper und die Psyche des Pferdes“ (und durch unsere eigene ;p ) – und ich denke, ich darf sagen, es hat uns alle fasziniert!

Ein Schwerpunkt dieses Wochenendes lag bei dem Aufspüren und Auflösen von Schock und Trauma. Das bezieht sich nicht nur auf die anatomische Ebene, sondern immer auch auf die emotionale und psychische. Körper & Geist sind eine Einheit. Sie lassen sich nicht voneinder trennen.

Für das Fluchttier Pferd bedeutet Heilung und Verarbeitung von Schock und Trauma in erster Linie BEWEGUNG. Bewegung im Kleinen (Stoffwechsel, Zellatmung, Faszien, Muskeln, Biomechanik) wie im Großen (Bewegungsdrang, Haltung, Sozialverhalten, Persönlichkeitsentwicklung, Lernen…). Man könnte auch sagen INNEN und AUßEN.

Nur so kann ganzheitliche Heilung stattfinden…

Wir haben alle viel gelernt. Nicht nur über die Pferde, auch über uns selbst. Danke für diesen offenen Umgang miteinader! Genauso sollte das sein. Wir können so viel voneinander lernen, wenn wir Konkurrenz und das eigene Ego ein wenig zurückstellen können und EINFACH SEIN dürfen… gilt für Pferde wie Menschen ;p