OSTEOPATHIE: das „Knochenleiden“

OSTEOPATHIE – wenn man in ein medizinisches Lehrbuch schaut, lautet die Definition: „osteo“ von Knochen und „pathos“ das Leiden, also „Knochenleiden“.

Doch es steckt so viel mehr dahinter. Der Mensch und auch die Tiere bestehen nicht nur aus „Haut und Knochen“. ;p

Alles im Körper ist miteinander verbunden. Die Strukturen und Funktionen der einzelnen Organe sind untrennbar miteinander verflochten und beeinflussen sich gegenseitig. Daher sagt man auch:

form follows function – Form folgt der Funktionsweise.

Ein wichtiger Aspekt, der in der parietalen Osteopathie häufig nicht bedacht wird, jedoch aktuell durch die populäre Faszienthematik wieder in den Vordergrund rückt, sind somatische Dysfunktionen. Das bedeutet, Einschränkungen & Läsionen im Stoffwechsel durch Fehlstellungen im Skelettsystem.

Eine Störung durch Kompression der „Versorgungs-Leitungen“, wie Nerven und Gefäße, führt zwangsläufig zu einer Unterversorgung der betroffnenen Region. Es entsteht ein Mangel an Nährstoffen und auch die Abfuhr von Abfallstoffen ist eingeschränkt. Dadurch können Krankheiten entstehen.

Eine Korrektur einer Fehlstellung, insbesondere im Bereich der Wirbelsäule, wo aus dem Rückenmark alle Nervenplexi entspringen, die unseren Körper versorgen, wirkt manchmal „Wunder“. Es kommt zu einer Harmonisierung der Körperflüssigkeiten und damit zum besseren Abtransport von Abfallstoffen, Keimen usw. in der entsprechenden Körperregion. Der Zellstoffwechsel funktioniert besser und es können sich Ödeme oder andere Auffäligkeiten unter der Haut zurückbilden.

Eines meiner Kundenpferde hatte einige „Knubbel“ vorne auf der Brust. Die Haut war unversehrt. Nach einer osteopathischen Behandlung der Thoraxapertur bildete sich das verhärtete Gewebe innerhalb einiger Tage zurück. Das war ein angenehmer Nebeneffekt der Behandlung der Thoraxapertur und des gesamten Wirbelsäulenbereichs.

I love it <3

Traumaarbeit & Behandlung mit „Amigo“, rumän. Sportpferd 14 Jahre

Eine Woche nach dem Workshop „Visionäre Pferdeosteopathie“ mit Selina Dörling, bei dem sich für mich viele Einzelteile der Osteopathie zu einem Gesamtbild zusammengefügt haben, bekomme ich den Parade-Patienten für die Trauma-Behandlung. Ein 14jähriges Sportpferd, aufgewachsen in Rumänien, mit 5 Jahren spät gelegt und ein riesiges Brandzeichen mitten auf dem Rücken. Autsch! Seit Oktober 2017 ist das Pferd bei seiner neuen Besitzerin. Aktueller Stand: Das Nervenkostüm des Pferdes ist ziemlich dünn, es wird auf Magengeschwüre behandelt und es verhält sich extrem ungeduldig, steigt und geht durch.

Vorbericht der Besitzerin: „Als Amigo am 2. Oktober 2017 in meinen Besitz kam war ich der glücklichste Mensch, der Traum vom eigenen Pferd wurde für mich nach 19 Jahren war. Leider merkte ich nach ein paar Monaten dass er mich nicht ernst nahm und so fing er an mich umzugallopieren und anzusteigen.
Viele in meinem Umfeld meinten damals zu mir, gib dieses Pferd her, denn er sei gemeingefährlich. Für mich war klar ich werde kämpfen und ihn nicht einfach so gehen lassen. Schnell wurde mir bewusst ich benötige dringend professionelle Hilfe, denn zu diesem Zeitpunkt war die Arbeit mit Amigo für mich lebensgefährlich.
Ich habe lange gesucht, doch die Suche hatte sich gelohnt und ich traf auf die Pferdetrainerin Anne Hartwig. Sie hat Amigo gezeigt dass es auch reiten am ‚langen Zügel‘ oder bodenarbeit gibt. Amigo ist mittlerweile ein absolutes Traumpferd!
Mit viel Geduld, Disziplin, Leidenschaft, Liebe und doch auch manchmal ein paar Tränen haben wir es geschafft!“

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