Thema Entwurmung

Wer hat Angst vorm Wurm? … Zitat: „Parasiten waren Vorkoster an adeligen Höfen“

Im Zusammenhang mit der naturnahen Pferdehaltung und -Fütterung, die mich zur Zeit beschäftigt, kreuzt immer wieder ein Parasit oder ein Wurm oder ein „Aber, aber, aber…“ gedanklich meinen Weg.
Wie machen das die Wildpferde/-Hunde? Warum wird so viel prophylaktisch entwurmt und geimpft? Welche „Gefahren“ bestehen denn heute wirklich noch? Sind die Todeserklärungen im Beipackzettel weniger schlimm als eine „natürliche“ Verwurmung? (Die eigentlichen Gefahren kennen wir vermutlich gar nicht. Auch Würmer leben evolutionären Fortschritt, wie die diversen Resistenzen zeigen.)
Wissen wir, was wir da tun? Oder geben wir einfach dieVerantwortung ab, um es eben nicht wissen zu müssen? Bei den meisten ist es wohl eben diese A n g s t des Nichtwissen.

>>> Voraussetzung für ein dauerhaft wurmabschreckendes Darmmilieu ist die Stabilisierung der Darmschleimhaut, z. B. durch Zufüttern von Kräutern, insbesondere Bitterkräutern. Das stärkt die Abwehrkräfte der Pferde, Hunde und Katzen – Endoparasiten fühlen sich unwohl in dieser Umgebung und wandern ab. Die heutzutage einseitige Fütterung erfordert die Ergänzung mit Kräutern.<<< Dr. Frauke Garbers, Biologin

Nun wollte ich gar nicht ganz so arg philosophisch werden… Sondern euch den von humorvoll bis traurig anmutenden, informativen und zum Nachdenken anregenden Artikel von Dr. Frauke Garbers, Biologin auf artgerecht-Tier.de empfehlen:

https://www.artgerecht-tier.de/…/d-hier-ist-der-wurm-drin-1…

Hier gleich noch ein paar lesenwerte Zitate aus dem Artikel für alle, die viel Text abschreckt:

Prof. Rook: „Würmer aktivieren Regulationsmechanismen, die Fehlreaktionen, wie sie bei Allergien und Autoimmunkrankheiten bestehen, beseitigen oder abschwächen …“

Im Humanbereich werden Würmer erfolgreich als Therapeutikum eingesetzt: Der Schweine-Peitschenwurm (bei Haus- und Wildschweinen auftretender Darmparasit, zu den Fadenwürmern gehörend) lindert Beschwerden und Symptome bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und MS – verbreiteten Autoimmunkrankheiten.

(Anm.: zum Thema jährliche Entwurmungspläne für Hund, Katze, Pferd:)
Diese Entwurmungsmaßnahmen lassen Angst und Unsicherheit durchblicken, unreflektiertes Handeln und mangelndes Vertrauen in die naturgegebenen Fähigkeiten des Körpers zur Selbstregulation. Geschwächte Abwehrkräfte führen erfahrungsgemäß zu stärkerem Wurmbefall, etwa bei kranken oder schwachen Tieren, Tieren in schlechter Haltung oder in kritischen Lebensphasen (Trennung von der Mutter).

… Wie viel Fachkenntnisse müssen sich Tierhalter aneignen, um entscheiden zu können, welches Entwurmungsmittel speziell ihr Tier nicht gleich umbringen wird?

Die übereifrige Entwurmung unserer Pferde führt zu ökologischen und landwirtschaftlichen Problemen: Avermectine werden zu mehr als 98% mit dem Kot ausgeschieden. Sie wirken wie Insektizide, bis zu 90% aller sich im Mist tummelnden Insekten werden getöte.

…Das Ausbringen entsprechend belasteten Pferdekots bzw. der direkte Eintrag durch das Pferd ist in Wasserschutzgebieten gesetzlich verboten! Avermectine und Moxidectine vergiften Fische und im Wasser lebende Organismen. Sorgt man sich vielleicht auch um die Grundwasserqualität?

In den Ländern Dänemark, Schweden, Finnland, Holland und Italien ist der prophylaktische Einsatz von Entwurmungsmitteln verboten.Hier gilt die Verpflichtung, vor jeder chemischen Wurmkur den Nachweis zu erbringen, dass Wurmbefall vorliegt.

Die Natur bietet vielfältige Möglichkeiten, Würmer im Darm in die Flucht zu schlagen.

Bis vor wenigen Jahrzehnten entwurmte man Pferde, Hunde und Katzen auf „natürliche“ Weise. Chemische Entwurmungsmittel gab es nicht. Hunden und Katzen fütterte man Fellstücke. Denn alles, was kratzt, mögen Würmer nicht (Haare, Hagebuttenkerne, Kokosraspel, Kürbiskerne, Walnussblätter). An Pferde verfütterte man Pflanzen mit wurmtreibender Wirkung, z. B. Meerrettich oder Rainfarn. Auch 2%-ige Propolis (Bienen-Kittharz)-Suspension über mehrere Tage verabreicht soll erfolgreich gegen Würmer wirken.

Wäre es nicht besser in gute Haltung und vor allem in gutes, naturnahes (möglichst unverarbeitetes) Futter zu investieren als in Chemie?

Ich bin mir sicher DAS GEHT GUT

Traut euch – – zumindest mal darüber nachzudenken und „gängige Methoden“ zu hinterfragen und euren persönlichen Blickwinkel zu erweitern. Warum ist das eigentlich so? Was spielt da noch eine Rolle?

Liebe Grüße an alle eure Fellnasen

PS: die Ewalia Kräutersäfte sollen z. B. ganz gut funktionieren. Über die Ewalia-Homepage bin ich erst auf den Artikel aufmerksam geworden.

Ewalia-Säfte habe ich noch vorrätig. Also wer keine Bitterkräuter sammeln möchte… ;D